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Florettfechterin Kim Kirschen vom SC Berlin wurde vom Deutschen Fechterbund für die Europameisterschaften nominiert, die ab morgen im serbischen Novi Sad stattfinden. 25 weitere FechterInnen reisen mit der 21-jährigen Sportsoldatin an, um für Deutschland um Medaillen und Platzierungen zu fechten.

Der Veranstaltungsort ist Kim bereits bestens bekannt, denn vor zwei Jahren fand die U20-EM an gleicher Stelle statt. Damals erreichte sie im Einzel den 29. Platz und mit dem Deutschen Damenteam Platz 15. Nun misst sich Kim im Einzel mit den besten Aktiven-Florettfechterinnen Europas.
Der BFB hat sich vor der Abreise mit Kim unterhalten:

Kim, zuerst herzlichen Glückwunsch zur der EM-Nominierung!.

„Ja, vielen Dank.“

Du bist ja schon sehr erfahren bei internationalen Meisterschaften, bist du noch sehr nervös?

„Als erfahren würde ich mich nicht bezeichnen, aber ja, ich habe schon bei ein paar internationalen Turnieren mitgefochten. Leider wird das mit der Aufregung nie besser.“

Beschreibe uns kurz, wie du dich am Wettkampftag fühlst!

„Die erste Aufregung beginnt bei mir, wenn ich am Vortag sehe, wie die Vorrunden gesetzt sind. Am Abend vor dem Wettkampf ist dann alles normal und ich freue mich richtig darauf endlich auf der Planche zu stehen. Morgens geht es dann wieder los mit der Nervosität- ich bekomme dann ein flaues Gefühl im Magen, manchmal ist mir sogar richtig übel.
Wenn ich mich erwärme bin ich in Höchstspannung und sehr nervös. Für Außenstehende ist das manchmal daran zu erkennen, dass mir die Hände zittern! Das soll jetzt aber nicht negativ klingen. Für mich ist das eine positive Art von Stress. Wenn es dann endlich losgeht, fokussiere ich mich voll und ganz auf das Gefecht. Angst ist da völlig fehl am Platz, die muss man ignorieren. Nach der Vorrunde löst sich dann etwas die Anspannung. Je nachdem wann ich wieder fechte, steigt die Aufregung immer von der Auslosung zum Gegner bis zum Gefecht wieder an.“

Für alle „Nicht-Fechter“, kannst du uns kurz das Nominierungsverfahren erläutern?

„Über die Deutsche Rangliste ist die beste Fechterin für die EM und die WM fest gesetzt. Die restlichen drei Fechterinnen werden vom Bundestrainer (Giovanni Bortolaso, Anm. der Redaktion) ernannt. Es wurden fünf Fechterinnen nominiert. Ich fechte nur im Einzel. Die Mädels für den Teamwettbewerb haben bereits zweimal in dieser Konstellation gefochten und dies wurde jetzt so beibehalten.“

Wenn man von der Nominierung weiß, bereitet man sich spezieller auf eine EM vor, als auf nationale Meisterschaften? Wenn ja, auf was wird beispielsweise im Training der Fokus gelegt? Studiert man auch die Kampftechniken aller Gegner?

„Wir hatten einen EM-Vorbereitungslehrgang in Tauberbischofsheim. Innerhalb einer Woche haben wir etwas intensiver trainiert als sonst. Wir haben dort das Athletiktraining reduziert und den Fokus mehr auf die fechtspezifischen Trainingsmethoden gelegt. Gegner analysieren wir in der Regel nicht, da es einfach zu viele gibt und man vorher nicht weiß, gegen wen man wirklich ficht.“

Wie groß wird das Team sein? Wie ist das Verhältnis untereinander?

Wir sind fünf Fechterinnen und ein Trainer. Ich finde wir verstehen uns alle sehr gut untereinander. Dem ist natürlich geschuldet, dass wir uns alle bestens aus dem gemeinsamen täglichen Training am Bundesstützpunkt in Tauberbischofsheim kennen. Der Spaß ist bei uns garantiert."

Wird dich jemand von deiner Familie/Freunde als „Fan-Club“ begleiten?

„Meine Schwester und mein Vater, die beide auch aktive Fechter sind, werden mich für zwei Tage in Novi Sad besuchen.“

Hast du einen Glücksbringer o.ä. dabei? Wenn ja was genau?

„Ich habe immer mehrere Glücksbringer dabei. Das sind überwiegend kleine Kuscheltiere. Diese liegen dann in meinem Fechtsack oder stehen an meiner Fechtbahn.“

Wie beurteilst du deine bisherige Saison?

„National bin ich sehr zufrieden mit meinen Ergebnissen. International ärgere ich mich noch etwas, da ich bei dem einen oder anderen Weltcup hätte weiter vorn landen können. Aber generell bin ich mit meiner Entwicklung dieses Jahr zufrieden.“

Was hast du dir als Ziel im Einzel gesetzt?

„Ich möchte die Vorrunde so gut wie möglich überstehen. Danach möchte ich schon noch einige Gefechte im Direktausscheid gewinnen. Eine konkrete Platzierung habe ich mir nicht zum Ziel gesetzt. Ich versuche einfach mein Bestes zu geben.“

Auf welchen Social-Media-Kanälen können wir dich während der EM verfolgen?

„Ich denke, dass ich am meisten bei Instagram über meine Erlebnisse posten werde. Außerdem wird der Deutsche Fechterbund ebenfalls bei Instagram und Facebook über unser Abschneiden bei der EM berichten.“

Interview: Yvonne Glöde
Fotos: Augusto Bizzi

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